Kurze Weihnachtsgeschichten bringen im Advent ein wenig Ruhe in den oft trubeligen Familienalltag. Schon wenige Minuten reichen aus, um es sich gemeinsam gemütlich zu machen, einer Geschichte zu lauschen und in eine weihnachtliche Welt einzutauchen.
Besonders schön sind kurze Weihnachtsgeschichten für Kinder, die nicht nur von Schnee, Wichteln und Weihnachten erzählen, sondern Themen aufgreifen, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag kennen: Angst haben und trotzdem mutig sein, sich mit Freunden streiten und wieder vertragen, Fehler machen, verlieren können oder lernen, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen.
Genau daraus kann im Dezember ein kleines Adventsritual entstehen: Jeden Tag wartet eine neue Geschichte, während vertraute Figuren die Kinder durch die gesamte Adventszeit begleiten.

Inhaltsverzeichnis
- Kurze Weihnachtsgeschichten als Adventsritual
- Welche Themen eignen sich für Weihnachtsgeschichten für Kinder?
- Mut haben und mit Ängsten umgehen
- Selbstvertrauen und eigene Stärken
- Freundschaft, Streit und Zusammenhalt
- Grenzen und eigene Bedürfnisse
- Fehler, Verlieren und Enttäuschungen
- 24 kurze Weihnachtsgeschichten für den Advent
- Kurze Wichtelgeschichte zum Probelesen
- So wird das Vorlesen zum Adventsritual
- Häufige Fragen
Kurze Weihnachtsgeschichten als Adventsritual
Kurze Weihnachtsgeschichten eignen sich wunderbar als Adventsritual: Jeden Tag wird eine Geschichte vorgelesen, sodass für einige Minuten ganz bewusst gemeinsame Zeit entsteht. Besonders spannend wird es, wenn die Geschichten zusammengehören und Kinder dieselben Figuren durch den Advent begleiten.
Statt jeden Abend eine neue Geschichte auszuwählen, kann daraus ein kleines Ritual entstehen: gemütlich machen, vorlesen und gemeinsam entdecken, welches Abenteuer heute wartet.
Fortlaufende Geschichten haben dabei einen besonderen Reiz. Kinder lernen die Figuren immer besser kennen, erleben ihre kleinen und großen Herausforderungen mit und dürfen gespannt sein, wie es am nächsten Tag weitergeht.
Welche Themen eignen sich für kurze Weihnachtsgeschichten für Kinder?
Gute Weihnachtsgeschichten für Kinder können weihnachtliche Abenteuer mit Themen aus der Lebenswelt von Kindern verbinden. Dazu gehören beispielsweise Mut, Angst, Freundschaft, Selbstvertrauen, Streit, Grenzen, Fehler, Enttäuschungen und Zusammenhalt.
So bleibt nach dem Vorlesen manchmal mehr als nur eine schöne Geschichte. Kinder können sich in Situationen und Gefühlen wiedererkennen und gemeinsam mit den Figuren erleben, dass es für schwierige Momente unterschiedliche Lösungen geben kann.
In meinen 24 Wichtelgeschichten spielen deshalb unter anderem diese Themen eine Rolle:
- Mut und der Umgang mit Angst
- Selbstvertrauen und eigene Stärken
- Freundschaft und Gemeinschaft
- Streit und Versöhnung
- Fehler machen und Irrtümer zugeben
- Verlieren und Enttäuschungen aushalten
- Grenzen setzen und für sich einstehen
- eigene Bedürfnisse wahrnehmen
- Hilfe annehmen und Verantwortung übernehmen
- Anderssein und sich selbst annehmen
Weihnachtsgeschichten über Mut und Angst
Mut bedeutet nicht, niemals Angst zu haben. Gerade für Kinder kann es hilfreich sein zu erleben, dass auch eine mutige Figur unsicher sein oder sich fürchten darf.
In den Wichtelgeschichten begegnet dieses Thema deshalb immer wieder. In „Lumi und der dunkle Waldweg“ geht es um Mut trotz Angst, während „Das Geräusch hinter der Tannentür“ den Umgang mit Angst aufgreift. In „Kann ich das wirklich?“ steht schließlich die Frage im Mittelpunkt, ob man sich selbst etwas zutrauen kann.
So können kurze Weihnachtsgeschichten einen einfachen Anlass bieten, nach dem Vorlesen noch miteinander ins Gespräch zu kommen: Wann warst du schon einmal mutig, obwohl du eigentlich Angst hattest?
Weihnachtsgeschichten über Selbstvertrauen und eigene Stärken
„Das kann ich nicht!“ – diesen Satz kennen wahrscheinlich viele Eltern. Selbstvertrauen entwickelt sich nicht dadurch, dass immer alles sofort gelingt, sondern auch durch Ausprobieren, Scheitern und erneutes Versuchen.
Deshalb entdecken die Wichtel in den Geschichten nach und nach, was in ihnen steckt. „Tilda kann das nicht – oder doch?“ handelt vom Mut, etwas Neues auszuprobieren. In „Was in Lumi steckt“ geht es darum, die eigenen Stärken zu erkennen, und „Tildas verrückte Idee“ zeigt, wie wichtig es sein kann, der eigenen Idee zu vertrauen.
Weihnachtsgeschichten über Freundschaft, Streit und Zusammenhalt
Auch in der gemütlichsten Weihnachtswelt läuft nicht immer alles harmonisch. Freunde sind unterschiedlicher Meinung, jemand fühlt sich ausgeschlossen oder gemeinsam muss eine Lösung für ein Problem gefunden werden.
Genau solche Situationen erleben auch die Wichtel. „Der große Wichtelstreit“ dreht sich um Streit und Versöhnung. In „Der zerbrochene Stern“ müssen die Figuren gemeinsam eine Lösung finden und „Der Sturm über Funkelwald“ stellt den Zusammenhalt in den Mittelpunkt.
Dadurch bleiben die Geschichten nah an Gefühlen und Situationen, die Kinder auch aus ihrem eigenen Alltag kennen.
Weihnachtsgeschichten über Grenzen und eigene Bedürfnisse
Nein sagen, eine Pause brauchen oder offen aussprechen, was man denkt: Auch das sind wichtige Themen für Kinder.
In „Der Wichtel, der immer Ja sagte“ geht es beispielsweise darum, Grenzen zu setzen. „Lumi sagt, was sie wirklich denkt“ greift das Einstehen für sich selbst auf und in „Mats braucht eine Pause“ steht die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse im Mittelpunkt.
Die Geschichten sollen dabei keine Lektionen erteilen. Die Themen entstehen aus den Erlebnissen der Figuren und können anschließend ganz ungezwungen Anlass für ein Gespräch sein.
Weihnachtsgeschichten über Fehler, Verlieren und Enttäuschungen
Natürlich geht auch bei Weihnachtswichteln einiges schief. Und genau daraus entstehen Geschichten, in denen Kinder erleben können, dass Fehler, Enttäuschungen und Niederlagen dazugehören.
In „Die schiefe Weihnachtslaterne“ darf etwas unperfekt sein. „Mats will unbedingt gewinnen“ beschäftigt sich mit dem Verlieren und „Die Nacht ohne Funkellicht“ mit einer Enttäuschung, die ausgehalten werden muss. In „Mats kennt den Weg“ geht es wiederum darum, einen Irrtum zuzugeben.
24 kurze Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen und Ausdrucken
Wenn ihr das Vorlesen durch die gesamte Adventszeit begleiten möchtet, habe ich dafür 24 Wichtelgeschichten für Kinder geschrieben.
Die Geschichten begleiten Lumi, Mats, Tilda und Fips durch die Adventszeit. Dabei stehen nicht nur Weihnachten und die Abenteuer der Wichtel im Mittelpunkt, sondern auch Mut, Selbstvertrauen, Freundschaft und die großen und kleinen Gefühle, die Kinder beschäftigen.

Die 24 Geschichten sind als PDF zum Ausdrucken erhältlich. So könnt ihr vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Geschichte lesen und daraus euren eigenen kleinen Vorleseadventskalender machen.
Das ist enthalten:
✔ 24 kurze Wichtelgeschichten für den Advent
✔ wiederkehrende Figuren, die Kinder durch die Adventszeit begleiten
✔ Geschichten über Mut, Freundschaft, Selbstvertrauen und Gefühle
✔ kindgerechte Situationen und Herausforderungen
✔ jeden Tag eine neue Geschichte vom 1. bis 24. Dezember
✔ als PDF direkt zum Ausdrucken
Preis: 12,90 €
→ 24 Wichtelgeschichten für den Advent ansehen
Eine kurze Wichtelgeschichte zum Probelesen
Du möchtest erst einmal herausfinden, ob die Geschichten zu deinem Kind passen? Hier kannst du den Anfang der ersten kurzen Weihnachtsgeschichte lesen. Die vollständige Geschichte kannst du dir anschließend kostenlos als PDF herunterladen.
1. Dezember: Der Stern, der nicht mehr leuchtet

Im Funkelwald hatte es die ganze Nacht geschneit.
Der Schnee lag so hoch auf den kleinen Wichtelhäusern, dass von manchen Fenstern nur noch die oberen Ecken zu sehen waren. Auf den Tannenzweigen glitzerten Eiskristalle und aus den Schornsteinen kringelte sich weißer Rauch in den Morgenhimmel.
Doch das Schönste am Funkelwald war im Dezember etwas anderes.
Hoch oben auf der größten Tanne des Dorfplatzes hing der Weihnachtsstern.
Jedes Jahr am ersten Dezember begann er zu leuchten. Zuerst nur ganz schwach. Dann wurde sein Licht mit jedem Adventstag ein bisschen heller, bis es an Weihnachten über den ganzen Funkelwald strahlte.
Deshalb waren an diesem Morgen schon alle Wichtel auf den Beinen.
„Gleich geht es los!“, rief Mats.
Er sauste über den Dorfplatz und wäre dabei beinahe in einen Schneehaufen gefallen.
„Mats!“, rief Tilda. „Du sollst doch warten!“
„Worauf denn?“
„Na, auf uns!“
Lumi stapfte hinter den beiden durch den Schnee. Sie hatte ihren Schal so weit über die Nase gezogen, dass nur noch ihre Augen zu sehen waren.
„Vielleicht sollten wir wirklich nicht so nah rangehen“, murmelte sie.
Mats verdrehte die Augen.
„Lumi, der Stern leuchtet. Er explodiert nicht.“
„Das weißt du doch gar nicht.“
„Ein Weihnachtsstern explodiert nicht.“
„Woher willst du das wissen?“
Darauf wusste Mats keine Antwort.
Inzwischen hatte sich fast das ganze Wichteldorf auf dem Platz versammelt. Kleine Wichtel saßen auf den Schultern ihrer Eltern. Die Bäckerwichtel hatten warme Zimtschnecken mitgebracht und irgendwo spielte jemand auf einer Flöte ein Weihnachtslied.
Ganz vorne stand Wichtelmeisterin Fenna.
Sie war die älteste Wichtelin im Funkelwald. Ihr weißes Haar reichte ihr fast bis zu den Knien und auf ihrer roten Mütze saß eine winzige goldene Glocke.
Fenna hob beide Hände.
Sofort wurde es still.
„Liebe Wichtel“, sagte sie. „Es ist so weit.“
Mats stupste Tilda an.
Tilda stupste zurück.
Lumi hielt den Atem an.
„Der erste Dezember ist da“, sagte Fenna. „Und damit beginnt unsere Weihnachtszeit.“
Sie drehte sich zur großen Tanne.
Alle Wichtel sahen nach oben.
Dort hing der Stern.
Fenna klatschte dreimal in die Hände.
Klatsch.
Klatsch.
Klatsch.
Nichts geschah.
Wie geht die Geschichte weiter?
Warum leuchtet der Weihnachtsstern plötzlich nicht mehr? Und können Lumi, Mats, Tilda und Fips gemeinsam herausfinden, was passiert ist?
Du kannst die komplette erste Wichtelgeschichte kostenlos als PDF lesen und ausdrucken.
Wie geht es mit den Wichteln weiter?
Wenn euch die Geschichte gefallen hat, warten noch 23 weitere Wichtelgeschichten auf euch. Vom 1. bis zum 24. Dezember begleiten Lumi, Mats, Tilda und Fips euch jeden Tag mit einer neuen Geschichte durch den Advent.
24 Wichtelgeschichten als PDF – 12,90 €
So wird aus kurzen Weihnachtsgeschichten ein Adventsritual
Für ein Vorleseritual im Advent braucht es gar nicht viel. Entscheidend ist vor allem, dass die gemeinsame Zeit unkompliziert in euren Alltag passt.
- Wählt einen festen Moment. Zum Beispiel nach dem Abendessen oder direkt vor dem Schlafengehen.
- Macht es euch gemütlich. Sofa, Bett oder Kuschelecke reichen völlig aus.
- Lest jeden Tag eine kurze Weihnachtsgeschichte. So bleibt das Ritual auch an vollen Adventstagen überschaubar.
- Sprecht miteinander, wenn sich ein Gespräch ergibt. Fragen zu Mut, Freundschaft oder Gefühlen dürfen entstehen – müssen aber nicht.
- Freut euch gemeinsam auf morgen. Bei zusammenhängenden Wichtelgeschichten bleibt jeden Abend die Frage: Was erleben die Wichtel als Nächstes?
So wird aus einer kurzen Geschichte jeden Tag ein kleiner gemeinsamer Moment – und aus 24 Geschichten ein Ritual, das euch durch die gesamte Adventszeit begleitet.
Wenn du zusätzlich nach kleinen Überraschungen für die 24 Tage suchst, findest du hier meine Ideen zum Adventskalender für Kinder.
Ihr plant gerade euren Adventskalender?
Wenn du neben den täglichen Weihnachtsgeschichten noch Ideen für euren Adventskalender suchst, kannst du dir meinen kostenlosen Adventskalender-Füllplaner herunterladen. Damit kannst du die 24 Tage übersichtlich planen und Ideen zum Befüllen sammeln.
Häufige Fragen zu kurzen Weihnachtsgeschichten für Kinder
Was sind kurze Weihnachtsgeschichten für Kinder?
Kurze Weihnachtsgeschichten für Kinder sind Geschichten, die sich in wenigen Minuten vorlesen lassen und weihnachtliche Themen kindgerecht erzählen. Sie können von Weihnachten, Wichteln oder winterlichen Abenteuern handeln und Themen wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Gefühle aufgreifen.
Wie lang sollte eine kurze Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen sein?
Eine kurze Weihnachtsgeschichte sollte so lang sein, dass sie sich unkompliziert in den Familienalltag integrieren lässt. Gerade im Advent eignen sich Geschichten, die in wenigen Minuten vorgelesen werden können und trotzdem eine abgeschlossene Handlung oder einen kleinen Teil einer fortlaufenden Geschichte erzählen.
Wie kann man Weihnachtsgeschichten als Adventskalender nutzen?
Für einen Vorleseadventskalender wird vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Besonders spannend sind zusammenhängende Geschichten mit wiederkehrenden Figuren, weil Kinder jeden Tag erfahren können, wie deren Abenteuer weitergeht.
Gibt es kurze Weihnachtsgeschichten zum Ausdrucken?
Ja. Meine 24 Wichtelgeschichten sind als PDF erhältlich und können zu Hause ausgedruckt werden. Die Geschichten begleiten vier Wichtel durch den Advent und greifen Themen wie Mut, Freundschaft, Selbstvertrauen, Grenzen und große Gefühle auf.
→ Zu den 24 Wichtelgeschichten zum Ausdrucken
Welche Themen eignen sich für Weihnachtsgeschichten für Kinder?
Neben Weihnachten, Winter und Wichteln eignen sich Themen aus dem Kinderalltag besonders gut. Dazu gehören beispielsweise Freundschaft, Mut, Angst, Selbstvertrauen, Streit und Versöhnung, Fehler, Enttäuschungen, Grenzen, eigene Bedürfnisse und Zusammenhalt.
Warum eignen sich kurze Weihnachtsgeschichten als Adventsritual?
Kurze Weihnachtsgeschichten lassen sich auch an vollen Adventstagen unkompliziert vorlesen. Wird jeden Tag eine Geschichte gelesen, entsteht daraus eine wiederkehrende gemeinsame Zeit, die Kinder durch den Advent begleitet.
Bei euch zieht dieses Jahr ein Weihnachtswichtel ein? Dann findest du hier außerdem über 100 Wichtelstreiche mit Ideen, Aufgaben und schnellen Notfallbriefen.




